Bauberatung Sachsen-Anhalt

Ein Hausbau ist immer auch eine Planung für die Zukunft. Sachsen-Anhalt bietet viele Regionen und Landkreise, in denen es sich sehr schön wohnen und leben lässt. Die Grundstücke sind vielfach günstig, und warum sollte man sich nicht ein Haus bauen, statt Miete zu zahlen. Wer ein Eigenheim bauen möchte, benötigt nicht nur einen zuverlässigen Hausbau-Partner, sondern auch eine gute Baufinanzierung. Zunächst sollten Sie sich erst einmal einen genauen Finanzierungsplan für den geplanten Hausbau machen. Sehr wichtig ist es, sich darüber klar zu sein, wie viel Haus man sich leisten kann.

Finanzierung HausbauDafür gibt es hilfreiche Rechenprogramme:

Wissenswertes zur Baufinanzierung

Eigenkapital

Zu einer "gesunden" Baufinanzierung gehört auch der Einsatz von Eigenkapital. Bauherrn sollten möglichst 30 Prozent der gesamten Baukosten aus eigenen Rücklagen bezahlen können. Dies kann Ihr bezahltes Grundstück sein, Barmittel oder das Guthaben vom Bausparvertrag. Auch durch den Hausbau mit Eigenleistungen lässt sich ein gewisser Anteil als Eigenkapital darstellen. Der Sinn der Sache ist ganz einfach: Je weniger Kredit Sie brauchen, desto weniger Fremdmittel müssen herangezogen werden. So ist auch die spätere monatliche Belastung geringer. Zugleich stärkt ein hoher Anteil an Eigenkapital die Verhandlungsposition gegenüber der Bank. Wer beispielsweise 40 Prozent an Eigenkapital mitbringt, bietet eine höhere Sicherheit und kann gegebenenfalls mit Zinsnachlässen rechnen.

Hypothekendarlehen

Das klassische Hypothekendarlehen stellt bei der Baufinanzierung noch immer die günstigste und einfachste Variante dar. Bei einem Hypothekendarlehen handelt es sich um einen Kredit, welcher mit einem Grundpfandrecht gesichert ist. Die Kreditsicherung bildet die finanzierte Immobilie. Eine Immobilie bildet sozusagen die Grundlage für die Grundpfandrechte. Durch diese Sicherung ist die Wahrscheinlichkeit ziemlich groß, dass hier die Forderung eines Gläubigers durchgesetzt werden kann. Durch diese hohe Sicherheit ist ein Hypothekendarlehen eine der beliebtesten und günstigsten Formen der Aufnahme eines Darlehens.
Die Abwicklung hinsichtlich Zins und Tilgung verläuft ähnlich dem Tilgungsdarlehen. Jedoch wird die monatliche Rate aus Zins und Tilgung nicht geringer. Vielmehr verschieben sich die Anteile aus Zins und Tilgung. Weil mit jeder Zahlung auch der Baukredit getilgt wird, ist der Anteil des Tilgungsanteils aus der Rate zum Ende hin höher, weil Sie auf weniger Schulden auch weniger Zinsen zu zahlen haben.

Bausparvertrag

Auch ein Bausparvertrag kann für die Baufinanzierung genutzt werden. Wenn es dafür auch noch eine Wohnungsbauprämie  und Arbeitnehmersparzulage (vermögenswirksame Leistungen) gibt, kann ein Bausparvertrag interessant sein. Der Vorteil bei solch einem Bausparer ist die Zahlung hoher Zinsen auf den selbst erbrachten Sparbetrag. Zudem sind Baukredite sehr günstig verzinst, sodass kaum noch weitere Kosten auf einen zukommen. In Form eines sogenannten Forward-Darlehens tritt der eigentliche Bausparvertrag auf. Hierbei handelt es sich um ein Darlehen, das erst einige Jahre nach Vertragsabschluss ausbezahlt werden kann.

Festdarlehen

Für Besitzer von Lebensversicherungen oder auch Fondsparer eignet sich das Festdarlehen. Diese können nämlich das Guthaben aus der Lebensversicherung oder dem Investmentdepot später zur vollständigen Kredittilgung einsetzen. Wer also glaubt, dass die Rendite seiner Geldanlagen und Guthaben die Kreditzinsen übersteigt, findet mit einem Festdarlehen eine gute Alternative zum Tilgungsdarlehen oder Annuitätendarlehen. Bei dieser Finanzierungsform wird die Tilgungssumme erst am Ende der vereinbarten Kreditlaufzeit gezahlt. Hier ist aber dennoch auch zu beachten, dass für die Länge der Laufzeit des Kredites die gesamte Kreditsumme mit den Zinsen zu zahlen ist. Es erweist sich daher als ratsam, sich diese Art der Finanzierung gut zu überlegen. Zu bedenken ist auch, dass Aktien und Investmentfonds Schwankungen unterliegen.

Tilgungsdarlehen

Eine Möglichkeit zur Haus-Finanzierung ist das Tilgungsdarlehen. Dies ist vor allem für Kreditteilnehmer geeignet, bei welchen die zukünftige Einkommenserwartung nur für einen begrenzten Zeitraum überschaubar ist. Hier spricht man beispielsweise von Kleinunternehmern oder auch Mitarbeitern von Familienbetrieben. Hier vereinbaren Sie mit der Bank einen festen Tilgungsanteil, was den Vorteil hat, dass Sie von Beginn an monatlich einen höheren Tilgungsanteil zahlen als beim Annuitätendarlehen. Die monatliche Belastung ist bei einer solchen Baufinanzierung anfangs höher, jedoch sinken die Zinszahlungen auch schneller. Durch die lineare Rückzahlung verringert sich die Restschuld ständig, deshalb werden auch die Zinsen immer geringer und der zu zahlende Betrag wird kontinuierlich kleiner. So ist auch die finanzielle Belastung am Ende geringer als zu Beginn.

Förderprogramme beim Hausbau

Die Abschaffung der Eigenheimzulage, das Streichen der Steuervorteile – die Zuschüsse für die Bauherren bzw. Immobilienkäufer sind heutzutage lange nicht mehr so üppig wie noch vor einigen Jahren. Doch durch die Subventionen von den Ländern, vom Bund und von den Kommunen lässt sich über die Jahre hinweg viel Geld sparen.

Wohn-Riester / Eigenheimrente

Wohn-Riester – auch unter dem Begriff Eigenheimrente bekannt – gibt es seit 2009. Sie gilt als wichtigste staatliche Förderung beim Hauskauf. Das System der Wohn-Riester ist ein wenig kompliziert, bietet beim Hauskauf aber viele Vorteile für Familien mit Nachwuchs und Superverdiener an. Die Förderung der Wohn-Riester wird dem Antragsteller nur gewährt, wenn dieser ein Haus oder eine Wohnung nach 2007 erworben oder erbaut hat. Darüber hinaus muss der Käufer selbst in seiner Immobilie wohnen. Das bedeutet weiterhin, dass dieses Haus bzw. diese Wohnung gleichzeitig der Hauptwohnsitz sein muss. Ebenfalls gibt es die Wohn-Riester-Förderung für Bauherren und Erwerber von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern sowie zum Kauf von Wohngenossenschaftsanteilen. Damit bleibt die Förderung bei Mehrfamilienhäusern ausgeschlossen. Außerdem darf für die Hausmodernisierung oder für den Hauskauf einer vermieteten Immobilie das Kapital nicht verwendet werden.

KfW-Förderungen

Die staatliche KfW-Bank fördert mit ihren Zinshilfen den Hausbau, Hausmodernisierungen, Eigentumserwerb und den Bau von Energiesparanlagen mit günstigen Darlehen – zum Teil auch mit vorteilhaften Zuschüssen.

  • Das Wohneigentumsprogramm der KfW-Bank
    Das sogenannte Wohneigentumsprogramm der KfW-Bank gilt für jedes neue bzw. gebrauchte Haus. Auch in diesem Fall ist es wichtig, dass die Käufer bzw. Bauherren selbst in das Haus bzw. in die Wohnung einziehen. Der Förderungsantrag sollte vor dem Baubeginn, kann aber auch bis nach dem notariellen Kaufvertragsabschluss gestellt werden. Das KfW-Darlehen beträgt höchstens 50.000 Euro und enthält bis zu 100 % der förderungsfähigen Gebühren. Dazu gehören zum Beispiel: bei Neubauten die Grundstückskosten (allerdings darf die Parzelle nicht älter als ein halbes Jahr sein) sowie die Gebühren für den eigentlichen Hausbau und die Außenanlagen. Wenn das Eigenheim bereits erbaut ist, fließt die Förderung in den Kaufpreis, die Nebenkosten, die Instandsetzung, den Umbau und in die Modernisierungsauslagen mit ein. In diesen Fällen gibt es von der KfW-Bank zinsgünstige Darlehen, die in der Regel sogar für 5 Jahre tilgungsfrei und mit einer Laufzeit von bis zu 35 Jahren möglich sind. Die Zinsen können – je nach Kundenwunsch – für 5 bis 10 Jahre festgeschrieben werden.

  • Beim KfW-Effizienzhaus mit dem Tilgungszuschuss bares Geld sparen
    Die Formel der KfW-Förderung ist schnell erklärt: Der Energiebedarf sollte bei der neuen Immobilie so gering wie möglich gehalten werden, um einen höheren Tilgungszuschuss zu erhalten und weniger vom KfW-Darlehen zurückzahlen zu müssen. Zunächst wird die energetische Qualität mithilfe des jährlichen Primärenergiebedarfes und des Transmissionswärmeverlustes gemessen. In der Energieeinsparverordnung (EnEV) sind die Höchstwerte klar geregelt, die unbedingt beim Neubau vorhanden sein müssen. Zum Beispiel entspricht das KfW-Effizienzhaus 100 den Vorgaben der Energieeinsparverordnung für den Neubau zu einhundert Prozent. Ein KfW-Effizienzhaus 55 hingegen hat „nur“ einen jährlichen Primärenergiebedarf von 55 %, ein KfW-Effizienzhaus 40 dagegen 40 %.

  • Energieberatung
    Ein Energieberater plant gemeinsam mit den Eigentümern das Bauvorhaben und erstellt eine Bestätigung der Einhaltung aller technischen Mindestanforderungen. Diese Bestätigung braucht jeder Bauherr bei seinem Kreditantrag. Zu den Aufgaben des Energieberaters zählt nicht nur die energetische Fachplanung, sondern auch eine professionelle Baubegleitung. Diese ist beim KfW-Effizienzhaus 55, 40 und bei Passivhäusern unabdingbar. (Siehe auch Energieberatung auf Hausbauberater.de.)

Tipp: Sie finden unter www.hausbauberater.de alle Förderprogramme der KfW-Bank.

Bauförderung für Ihr Eigenheim in Sachsen-Anhalt

 Neben den Fördermitteln der KfW Bank gibt es in Sachsen Anhalt für Sie möglicherweise auch noch Bau-Fördermittel vom Bundesland, nämlich das IB Förderdarlehen und/oder das IB KfW Wohneigentumsprogramm. Die Förderprogramme sind von verschiedenen Kriterien abhängig.

Rat und Auskunft erhalten Sie im

  • Förderberatungszentrum in Magdeburg, Breiter Weg 7 und
  • Regionalbüro Halle am Marktplatz 1.

Eine telefonische Beratung erhalten Sie unter 0800 56 007 57 von  Montag - Donnerstag von 8.00 - 18.00 Uhr und Freitag von 8.00 - 15.00 Uhr.

Die Kriterien für die Vergabe der Fördermittel sind unterschiedlich, und so gilt es, sich genau über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren. In vielen Fällen kann jedoch durch die zur Verfügung gestellten Fördermittel die Baufinanzierung noch günstiger gestaltet werden. Sofern Sie eine Förderung erhalten, senken diese Fördermittel Ihre  Kreditbelastung beträchtlich.

 

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